Was ist PMS (prämenstruelles Syndrom)?
Das prämenstruelle Syndrom (PMS) ist ein Sammelbegriff für emotionale und körperliche Anzeichen, die bei vielen Frauen in den Tagen vor der Periode auftreten und mit deren Beginn abklingen. Fachquellen beschreiben, dass bis zu drei von vier Frauen im gebärfähigen Alter irgendwann mindestens ein solches Anzeichen bemerken, meist leicht ausgeprägt.
Bei einem kleineren Anteil, geschätzt zwischen 3 und 8 Prozent, sind die emotionalen Anzeichen so stark ausgeprägt, dass man von einer prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS, international PMDD) spricht – einer eigenständigen, schwereren Form, die eine Ärztin, ein Arzt oder eine Gynäkologie betreut.
Symptomtagebuch: warum sich das Festhalten über mehrere Zyklen lohnt
Weil PMS-Anzeichen oft ähnlich aussehen wie Anzeichen anderer Beschwerden, empfehlen Ärztinnen und Ärzte zur Einschätzung häufig ein Tagebuch: Über zwei bis drei Zyklen hältst du fest, welche Anzeichen auftreten, wie ausgeprägt sie sind und wann sie im Verhältnis zur Periode auftreten.
Ein solcher Eintrag zeigt, ob die Anzeichen wirklich in der zweiten Zyklushälfte auftreten und nach Beginn der Periode abklingen – das ist der Schlüssel, um PMS von anderen Ursachen für ein ähnliches Befinden zu unterscheiden, etwa der Schilddrüse oder Stimmungsschwankungen, die nicht an den Zyklus gebunden sind.
Alltagsgewohnheiten laut Leitlinien und wann zur Ärztin oder zum Arzt
Zu den Alltagsgewohnheiten, die Frauen mit PMS laut Leitlinien häufig ausprobieren, zählen ein regelmäßiger Schlafrhythmus, regelmäßige Bewegung, regelmäßige Mahlzeiten sowie weniger Koffein, Alkohol und Salz in den Tagen vor der Periode. Das sind allgemeine Hinweise für den Alltag, keine Anleitung speziell für dich.
Ein Gespräch mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Gynäkologie ist sinnvoll, wenn die Anzeichen jeden Monat Arbeit, Schule oder Beziehungen beeinträchtigen, wenn die emotionalen Anzeichen sehr stark sind, oder wenn dich interessiert, welche Möglichkeiten die Fachwelt für PMS und PMDS beschreibt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist PMS?
PMS (prämenstruelles Syndrom) ist eine Gruppe emotionaler und körperlicher Anzeichen, die in den Tagen vor der Periode auftreten und kurz nach ihrem Beginn abklingen. Mindestens eine von drei bis vier Frauen im gebärfähigen Alter bemerkt solche Anzeichen.
Wie erkenne ich, ob es PMS ist?
Leitlinien (ACOG) beschreiben PMS als mindestens ein emotionales und ein körperliches Anzeichen, die sich mindestens drei Zyklen in Folge wiederholen, in den letzten fünf Tagen vor der Periode auftreten und innerhalb von vier Tagen nach ihrem Beginn abklingen. Der Selbsttest oben zeigt, ob deine Antworten diesem Muster folgen.
Wie unterscheide ich PMS von einer Schwangerschaft?
Manche Anzeichen, etwa gespannte Brüste und Müdigkeit, überschneiden sich. Der Hauptunterschied ist, dass PMS-Anzeichen mit Beginn der Periode abklingen, Schwangerschaftsanzeichen dagegen nicht. Bleibt die Periode aus, ist ein Schwangerschaftstest sinnvoll.
Was ist der Unterschied zwischen PMS und PMDS?
PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung, international PMDD) ist eine schwerere Form, bei der emotionale Anzeichen wie starke Niedergeschlagenheit oder Reizbarkeit so ausgeprägt sind, dass sie den Alltag deutlich beeinträchtigen. Schätzungen zufolge betrifft sie 3 bis 8 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter und wird von einer Ärztin, einem Arzt oder einer Gynäkologie betreut.
Wie viele Tage vor der Periode treten PMS-Anzeichen auf?
Meist in den letzten fünf Tagen des Zyklus, also in der zweiten Hälfte der Lutealphase, und sie verschwinden einige Tage nach Beginn der Periode.
Quellen
- ACOG – Premenstrual Syndrome (PMS)
- NHS – Pre-menstrual syndrome (PMS)
- Office on Women's Health – Premenstrual syndrome (PMS)
Aktualisiert: Oktober 2026
Ein informativer Test, kein Ersatz für ärztlichen Rat.


